8 Tage Washington Olympic Loop Tour – Highway 101 und den Olympic Regenwald entdecken

Von Seattle über Port Angeles, Forks/ La Pusch, Aberdeen und zurück nach Seattle - Ideal für Großstadt-Fans und Naturliebhaber

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit um den Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA einen Besuch abzustatten, liegt definitiv vom Wetter her in der Zeit zwischen Juli bis Oktober. Während dieser Zeit habt ihr angenehme bis warme Temperaturen mit kaum bis wenig Niederschlägen. In Washington liegt die höchste Durchschnittstemperatur bei 30°C im Juli und die niedrigste Temperatur beträgt 4°C im Januar. Wem Niederschläge und kühlere Nächte nur wenig ausmachen, für den gilt der Bundesstaat generell als ein ganzjähriges Reiseziel. Klimatisch gesehen sind die Olympics die Regenfänger der Nation – aber ohne Regen auch kein Regenwald! 😉

Der Reiseverlauf

Was euch erwartet? Bevor ihr die berühmte US 101 bis hinunter nach Los Angeles fahrt, umrundet der Highway die Olympic Peninsula im äußersten Nordwesten des Staates Washington an der schönen US-Westküste. Euer Weg führt vorbei an wilden Küsten und triefenden Wäldern.

Die Struktur der Halbinsel ist sehr zentral: Das heißt, innen liegen die Olympic Mountains mit dem Nationalpark, daran angrenzend ein staatlicher Regenwaldgürtel, dem wiederum ein privates Land folgt, dass vorrangig im Besitz der Holzgesellschaften, sowie Reservate und Parks ist. Insgesamt strömen elf wasserreiche Flüsse, wie die Speichen eines Rades, von den Bergen herab.

Pacific Pos Trunc

Nach Ankunft an der US-Westküste am Flughafen Seattle im Bundesstaat Washington habt ihr zunächst die Wahl, ob ihr euren Mietwagen bereits am 1. Tag oder erst am 4. Tag in Empfang nehmen wollt. Die Stadt Seattle bietet ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetzwerk, so dass ich euch vielmehr dazu rate, die ersten Tage auf einen Mietwagen zu verzichten und Bus und Bahn in Anspruch zu nehmen.

Seattle selbst bietet euch zahlreiche interessante Freizeitangebote sowie Sehenswürdigkeiten an. Die bekannteste Sehenswürdigkeit dürfte wohl der untertassenförmige Turm „Space Needle“ sein, die über die Stadt weit hinausragt. Mit einer Höhe von 184 Metern bietet der Turm den Besuchern einen 360 Grad Blick auf Seattle und das Umland. Zur Zeit der Erbauung war die Space Needle das höchste Gebäude westlich des Mississippi und beherbergte das zweite Drehrestaurant des Landes. Weitere lohnenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Waterfront mit dem Riesenrad, das Aquarium, den Pike Place Market und den Union Lake.

Am 4. Tag startet nun eure eigentliche Washington Olympic Loop Tour. Vom Ausgangspunkt Seattle gelangt ihr per Autofähre nach Bainbridge Island, durchquert die nördliche Kitsap Peninsula und überquert die Hood Canal Bridge. Das Besondere an der 2398 Meter langen Hood Canal Bridge ist das 1988 Meter lange Stück das als Schwimmbrücke ausgeführt wird. Die knapp 2 Kilometer machen die 1961 eröffnete Brücke zur längsten Salzwasser-Schwimmbrücke der Welt. Nach Überquerung der Hood Canal Bridge und Ankunft an das Anschlussstück von der US 101 geht es schließlich nach Norden, wo euch schon bald auf diesem Weg die Schlammpolster von Discovery Bay entgegen blinken. Das Spielkasino der Jamestown S’Klallam-Indianer mit drei mächtigen Totempfählen nahe Blyn erinnert sehr an eine vergessene Hollywood-Kulisse. Der viktorianische Seehafen von Port Townsend ist euer erstes Übernachtungsziel auf eurer Mietwagenreise und empfängt euch mit roten Ziegelbauten vom Ende des letzten Jahrhunderts. Die Hafenstadt nennt sich im Übrigen gern selbst „City of Dreams“. Da ist es also kaum verwunderlich, dass die Traumfabrik Hollywood hier seine Zelte errichtete und für verschiedene Filme wie z. B. „Ein Offizier und Gentleman“ mit Richard Gere in der Hauptrolle drehte. Aber wer weiß, vielleicht heißt sie ja auch so, weil man in den Himmelbetten der vielen Bed & Breakfast Inns aus der viktorianischen Epoche einfach so prima schläft und weil Seafood-Liebhaber in den unzähligen Restaurants Schalentiere wie Austern, Muscheln und Krabben genüsslich verzehren können.

Am nächsten Tag geht es weiter in die Küstenstadt Port Angeles. Um 1791 wurde der Hafen vom spanischen Seefahrer Don Francisco de Eliza entdeckt. Mehrmals täglich verkehren Autofähren von hier aus nach Victoria auf Vancouver Island in British Columbia, Kanada. Internationale Bekanntheit erreichte die Stadt nicht zuletzt durch die Vampir-Saga Twilight mit den zwei Protagonisten Edward und Bella im Jahre 2008. Seit dem pilgerten immer wieder Vampir-Fans in die Küstenstadt. Ein kleiner Tipp: Im Besucherzentrum des Olympic-Nationalparks der Stadt erfahrt ihr alles rund um wunderschöne Wanderwege in der Gegend. Wenn das Wetter mitspielt, solltet ihr euch den Rundblick vom Hurricane Ridge in 1 594 Meter Höhe über die schneeglitzernden Gipfel der Olympic Mountains auf keinem Fall entgehen lassen. Der höchste unter ihnen ist der Mount Olympus mit 2 428 Metern. Hier oben haben die Bäume dichte, tiefgrüne Nadeln. Jedoch nur 150 Meter höher, bei Hurricane Hill, liegt allerdings schon die Baumgrenze. Wer keine Lust auf Wanderungen hat, kann sich Alternativ die Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt anschauen, wie z. B. das Port Island City Pier.

Port Angeles im Bundesstaat Washington (Foto Pixabay/ ArtTower)

Von Port Angels aus geht es ins einstündige entfernte Forks – bekannt für das Zentrum der Holzfällerei und natürlich für die erfolgreiche Twilight-Trilogie, bei der die Darsteller durch den Regenwald von Forks nach La Push gelangten. Die Washington State Road 110, die sogenannte La Push Road, bringt euch von La Push aus zum Rialto Beach, so dass ihr den Pazifik in weniger als einer halben Autostunde erreichen könnt. Dort empfängt euch das Halbrund einer Kiesbucht und ein weiter Blick öffnet sich, wo die Qui-Indianer ihr Reservat haben. Forks selbst zeichnet sich wie eingangs erwähnt durch die holzverarbeitende Industrie aus. Das Forks Timber Museum gibt einen Einblick in die Geschichte der Forst- und Holzwirtschaft in der Region. 

Mit dem Hoh River schwenkt die US 101 am 6. Tag eurer Mietwagenrundreise zunächst seewärts, folgt der Küste nach Süden und biegt dann auf dem Boden des Quinault-Reservats wieder landwärts ein, Richtung Quinault. Die drei großen Regenwälder – Hoh, Queets und Quinault – gedeihen an der Westflanke der Olympics. In ihren Tälern kann sich der Regen optimal stauen, wodurch die Bäume dies nutzen und hier Höhen von bis zu 70 Metern erreichen. Hoh ist der meistbesuchte, Queets der ursprünglichste, und Quinault der zugänglichste Regenwald. Nach Queets führt allerdings nur eine Schotterstraße bei der ihr anschließend noch den Queets River an einer seichten Stelle durchwaten müsst, um am Ende vor einigen der größten Bäume der Welt zu stehen. Über die Städte Neilton und Humptulips geht es schließlich nach Aberdeen, dem heutigen Mietwagen-Etappenziel und Welthafen für Holz. Für Musik-Fans wird Aberdeen aber vielleicht noch in einem anderen Zusammenhang ein Begriff sein. Am Ortseingangsschild der Stadt befindet sich eine Tafel mit der Aufschrift „Come As You Are“ zu Ehren des in Aberdeen geborenen und aufgewachsenen Rockmusikers Kurt Cobain von der Band Nirvana. Im Jahre 1991 wurde der Song „Come As You Are“ von Nirvana auf dem Album Nevermind veröffentlichter. Wer auf den Spuren Kurt Cobain wandeln möchte, kann sich unter anderem sein Geburtshaus das „Kurt Cobain House“ anschauen.

Am 8. Tag eurer Reise geht es von Aberdeen weiter über den Olympic Loop via US 12, WA 8 und WA 108 der nach Osten schwenkt. Bei Shelton habt ihr dann die Wahl, ob ihr den direkten Weg zurück nach Seattle über die WA 3 nach Bremerton nehmt und von dort aus mit der Fähre zurück nach Seattle fahrt (insgesamt 2,25h Fahrzeit) oder den etwas längeren, aber schöneren Weg, über die US 101 entlang dem Hood Canal (der eigentlich kein Kanal ist, sondern ein langer Meereswasserarm des Puget Sound) auf eine der schönsten Uferstraßen des Landes bis nach Norden bis kurz vor Port Townsend und dann rechts auf die WA 104 abbiegt und zurück nach Seattle fahrt. Für den Schlenker über den Hood Canal auf der US 101 müsst ihr etwa 45 Minuten extra Zeit einplanen (insgesamt 3h Fahrzeit). Für alle die, die Seattle zügig erreichen müssen, für die empfehle ich die Interstate 5 zu fahren. Über die Interstate benötigt ihr nur 1,75h von Shelton nach Seattle.

Möglicher Routen-/Tagesverlauf

Tag Zielort Sehenswürdigkeiten & Tipps Entfernung
1 Ankunft in Seattle, Washington Übernahme des Mietwagens am Flughafen oder erst am 4. Tag
2 Seattle Space Needle, Waterfront mit dem Riesenrad, das Aquarium, Pike Place Market, Union Lake
3 Seattle – Port Townsend Fort Worden State Park, Chetzemoka State Park, The Rothschild House, Marine Science Center 100 km (2h)
4 Port Townsend – Port Angeles Marymere Falls, Madison Creek Falls, Port Angeles City Pier 76 km (1h)
5 Port Angeles – Forks/ La Push Tree Root Cave, Quileute Indian Reservation, Forks Timber Museum 100 km (1h)
6 Forks – Aberdeen 229 km (2,5h)
7 Aberdeen Kurt Cobain House
8 Aberdeen – Seattle Abgabe des Mietwagens am Flughafen 175 km (1,75h)

Fahrzeit: ca. 10,25 Stunden; Kilometer: 652;
Durchschnittlicher Benzinpreis für die komplette Route: $84 (ca. 72€)

Anmerkungen & Tipps

  • Die Fahrt mit der Fähre zwischen Seattle und Bainbridge Island dauert in etwa 35 Minuten und kostet zwischen 7 bis 24€ umgerechnet. Die Fähr-Verbindung erfolgt stündlich. An Wochenenden und Feiertagen kann die Fahrt möglicherweise länger dauern.

Fahrzeugtipp

  • Für Pärchen Da diese Tour für die einzelnen Etappen im Schnitt nur 1-2 Autostunden beinhaltet und ihr somit nicht so lange Zeit im Auto verbringen müsst, bietet sich für Pärchen die Fahrzeugklassen Economy bis Compact an. Doch beachtet bei der Auswahl eures Mietwagens auch das Gepäck. Beim Economy passen lediglich zwei kleine Koffer rein. Der Compact bietet Platz für einen großen und zwei kleine Koffer. Natürlich könnt ihr auch höhere Fahrzeugkategorien wie Mid-Size oder Standard buchen, hier habt ihr dann hinsichtlich Innenraum- und Kofferraumplatz absolut nichts mehr zu befürchten als Pärchen.
  • Für Familien Als Familie hängt es davon ab, ob ihr nur zu Dritt unterwegs seid, denn dann wäre die Kategorie Fullsize für die längeren Stunden im Auto bereits Optimal. Seid ihr zu Viert unterwegs, dann solltet ihr mindestens auf einen Fullsize-Mietwagen setzen (mehr Platz im Innenraum sowie mehr Platz für Gepäck im Kofferraum!) bzw. euch auch in den Premium und Luxury-Kategorien umschauen. Für den Fall, dass euch Premium und Luxury zu teuer ist, dann solltet ihr unbedingt euer Auge auf die SUV-Kategorien richten.

Wie immer: Nach oben gibt es keine Grenzen bei Mietwagenkategorien, nur Budgetmangel 🙂 !

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Über Stefanie 33 Artikel
Mit großer Leidenschaft bereise ich seit vielen Jahren die gesamte USA & liebe es einfach Rundreisen zu planen und das Land mit den Mietwagen auf eigene Faust zu erkunden. Anderen Menschen mit meiner Erfahrung bei der Verwirklichung ihrer USA-Reiseträume zu helfen und mit Hilfe meines Magazins zu informieren, sehe ich dabei als mein persönliches Ziel an. // For my English-speaking website visitors: With a great passion, I am traveling through the U.S. for many years. I really love to plan road trips to explore this beautiful country on my own by rental car. Helping people by my personal U.S. travel experience to achieve their U.S. travel dreams that's my personal goal - So enjoy this lil'travel blog!
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